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Fahrzeugsegnung MZF 04.05.2019

 

Mehrzweckfahrzeug erhält Segen

Frisch geputzt und geschmückt wartete das neue Mehrzweckfahrzeug (MZF) der Freiwilligen Feuerwehr Waldthurn auf seinen kirchlichen Segen. Am Festtag des Heiligen Florian war es dann endlich soweit.

Pfarrer Norbert Götz erklärte, bevor er die Segnung vornahm, launig, dass die rote Stola, die er trage, nichts mit der Feuerwehr zu tun habe – auch wenn es dieses Mal passen würde. „Wer fleißig in die Kirche geht weiß, dass Rot an den Festtagen der Heiligen getragen wird“, merkte er noch an. Passenderweise wurde ja das neue Fahrzeug am Festtag des Heiligen Florian, dem Schutzpatron der Feuerwehren, gesegnet und so auch unter dessen Schutz gestellt.

Bevor Pfarrer Götz allerdings dem MZF den kirchlichen Segen geben konnte, bewegte sich ein langer Festzug, angeführt von der Trachtenkapelle Waldthurn, vom Parkplatz der Grundschule zum Feuerwehrgerätehaus. Dort begrüßte Feuerwehr-Vorstand Andreas Troidl neben Bürgermeister Josef Beimler, den stellvertretenden Bürgermeistern Roman Bauer und Hans-Peter Reil und den Markträten auch den Bürgermeister der Partnerstadt Hostau, Miroslav Rauch. Besonders begrüßte Troidl die Feuerwehrführung mit Kreisbrandrat (KBR) Marco Saller, Kreisbrandinspektor (KBI) Martin Weig und Kreisbrandmeister (KBM) Matthias Schmidt. Ein ganz besonderer Gruß galt den Feuerwehren aus Lennesrieth, Spielberg, Bernrieth, Roggenstein, Waldkirch, Waldau, Vohenstrauß, Altenstadt/Voh., Neustadt/WN, Floß und Hostau und weiteren örtlichen Vereinen, die mit ihren Fahnen und Bannern der Segnung einen besonderen Rahmen verliehen.

Ganz kurz blickte Troidl zurück: „Vor zwei Jahren ging es los! In zahlreichen Sitzungen und noch mehr Besprechungen wurde alles aus- und festgemacht – jetzt steht es da, unser neues Mehrzweckfahrzeug!“ Sein Dank galt den beiden Kommandanten, der Gemeinde und allen, die dazu beigetragen haben, damit das Fahrzeug noch im Jahr 2018 geholt werden konnte.

Auch Kommandant Michael Bäumler dankte dem Bürgermeister, den Markträten, dem damaligen Kreisbrandrat und der restlichen Feuerwehrführung und der Gemeindeverwaltung Waldthurn. „Am 18. März 2018 haben wir die Freigabe bekommen“, blickte Bäumler zurück. Danach wurden die Angebote eingeholt. Am 19. Oktober fuhr man zur Aufbaubesprechung nach Forchheim. „Eigentlich haben wir nicht mehr damit gerechnet das Fahrzeug noch in diesem Jahr zu bekommen“, so Bäumler. Dass man das Auto dann doch am 19. Dezember abholen konnte, war ein richtiger Glücksfall.

Nachdem Pfarrer Norbert Götz das Fahrzeug gesegnet hatte, ergriff Bürgermeister Josef Beimler, der sich wie alle Redner angesichts der herrschenden Kälte kurz fasste, das Wort und gratulierte der Waldthurner Wehr zum neuen MZF. „In mehreren Gemeinderatssitzungen wurde – immer einstimmig – die Anschaffung eines neuen Fahrzeuges beschlossen“, berichtete Beimler. Ein neues MZF wurde nötig, da das alte „nicht mehr so fit war“. Beimler dankte der Feuerwehr, die die Vorbereitungen zur Ausschreibung damals übernommen hatte. Dass es dann doch länger dauerte, war zum Teil widrigen Umständen zuzuschreiben – aber „Gut Ding braucht Weile“, so das Gemeindeoberhaupt. Das neue Fahrzeug sei ein wichtiger Beitrag, betonte Beimler und überreichte den Schlüssel an Kommandant Michael Bäumler, der diesen gleich an Gerätewart Robert Barth weitergab. Bäumler meldete sich noch einmal zu Wort und bedankte sich bei der Bernriether Feuerwehr, die den Waldthurnern den Vortritt bei der Neuanschaffung gelassen hatte.

Auch KBR Marco Saller beglückwünschte die Waldthurner Floriansjünger. Das neue MZF sei nicht nur ein Transportfahrzeug für Ausrüstung und Personen, sondern ein Führungsfahrzeug und somit wichtig bei allen Einsätzen. Er wünschte den Waldthurnern allzeit unfallfreie Übungen und Einsätze.

Vorstand Troidl bedankte sich bei den Rednern für die Glückwünsche, bei Pfarrer Götz für die Segnung und bei der Trachtenkapelle für die würdevolle Umrahmung der Feierlichkeit. Er forderte die Anwesenden auf, sich in die geheizte Festhalle zu begeben, „wo gleich die Trachtenkapelle noch zünftig aufspielen wird!“

Auch an diesem Abend hatte das große Helferteam im Grillwagen, am Ausschank und in der Bar genug zu tun. Die Bedienungen flitzten durch die Reihen, damit jeder zügig sein Getränk bekam. Der kalten Witterung war es im Übrigen geschuldet, dass neben den üblichen kalten Getränken an diesem 4. Mai auch heißer Glühwein zum Aufwärmen ausgeschenkt wurde.

Pfarrer, Gemeindevertreter und Führungskräfte vor dem MZF

 

Text und Foto: Tanja Pflaum